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Schockverliebt oder "komplett raus" – dazwischen gibt’s nichts

  • 29. Apr.
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 16 Stunden

Kennt ihr das auch – oder bin ich da komplett allein unterwegs?

Dass man Menschen irgendwie sofort in zwei Kategorien einteilt? Ich weiß ja selbst, dass das nicht in Ordnung ist. Aber so bin ich nun mal.

Ich versuche es zu erklären:


Es gibt bei mir keine lange Kennenlernphase. Kein vorsichtiges Herantasten, kein „Schauen wir mal, wie sich das entwickelt“. Bei mir passiert das in Sekunden. Ein Blick, ein kurzer Moment – und ich weiß ziemlich genau, wo die Reise hingeht.

Klingt oberflächlich? Vielleicht. Ist aber einfach ehrlich.


Zwei Kategorien. Mehr gibt mein System nicht her.

Ich teile Menschen nicht bewusst ein – es passiert einfach automatisch. Entweder jemand hat mich sofort. Oder eben gar nicht.

Diese berühmte „Schockverliebt“-Kategorie ist dabei völlig missverstanden, wenn man das Wort zu ernst nimmt. Es geht nicht um Romantik, nicht um irgendwelche Fantasien oder „Freundschaft plus“. Es geht um etwas viel Einfacheres: einen sofortigen Draht.


Dieses Gefühl von: Mit dir kann ich blödeln. Mit dir kann ich so sein, wie ich bin. Du verstehst meinen Humor, ohne dass ich ihn erklären muss.


Und vor allem: Mit dir kann ich Dinge ansprechen, die ich bei anderen Menschen niemals einfach so auf den Tisch legen würde. Meine sexuelle Neigung zum Beispiel. Oder dieses charmante, leicht böse Lästern – im gesunden Maß natürlich, wir sind ja keine Unmenschen.

Das ist kein Prozess. Das ist ein Klick.



Arschloch oder schockverliebt


Und ja – Aussehen spielt eine Rolle

Jetzt kommt der Teil, den viele vielleicht nicht so gern hören – ich aber trotzdem sage: Das Ganze hat bei mir auch mit Aussehen zu tun.

Nicht ausschließlich. Aber es ist ein Türöffner.


Ein Nachbar zum Beispiel. Ein Typ, den ich gesehen habe und sofort wusste: passt. Sympathisch, angenehm, ein schöner Mann, herzlich, einfach jemand, bei dem man sich denkt, mit dem könnte man ohne große Anstrengung auf einer Wellenlänge sein.


Oder dieser Kellner auf der Meidlinger Hauptstraße. Glatze, wunderschöner Bart. Ein komplett anderer Typ Mann. Wirklich komplett. Aber genau dasselbe Gefühl: nett, fesch, zugänglich, freundlich – und schon ist man drin in dieser Kategorie.


Aber auch ein Arbeitskollege meines Mannes – ein Muskelpaket. Auch hier war ich sofort schockverliebt. In meinem Kopf war er einfach alles: irgendwie lustig, unterhaltsam, attraktiv, einfach ein geiler Mann, bei dem sofort dieses Bild entsteht, dass es einfach passt.


Und dann kenne ich auch eine Frau vom Arbeitskollegen meines Mannes. Ebenfalls lustig, total unterhaltsam, unkompliziert, fröhlich, immer schön edel gekleidet. Eine, bei der man sofort merkt: mit der ist es einfach leicht. Die gehört auch sofort in diese „passt“-Kategorie.


Und genau das meine ich: Es ist nicht nur ein Männer-Ding. Dieses Einordnen passiert in alle Richtungen. Schnell, unbewusst, ohne große Analyse.


Alles völlig unterschiedliche Menschen. Und trotzdem haben sie alle dieses Etwas, das mich sofort anspricht – oder eben nicht. Das ist schwer zu erklären, aber leicht zu fühlen.


Und ja – ich achte auch auf Kleidung. Dabei geht es mir überhaupt nicht um Marken oder darum, geschniegelt und gebügelt durch die Gegend zu laufen. Es muss nicht schick sein. Aber sauber. Gepflegt. So, dass man merkt: Da macht sich jemand Gedanken über sich selbst. Mehr brauch ich gar nicht.


Das ist schwer zu erklären, aber leicht zu fühlen.


Und dann gibt es die anderen

Die andere Kategorie ist… sagen wir mal weniger poetisch.

Das sind die Menschen, bei denen ich sofort merke: Das wird nichts. Kein Draht. Kein Interesse, das zu vertiefen. Kein Bedürfnis, da mehr Zeit zu investieren.


Das beste Beispiel, die Freundin vom oben genannten Muskelpaket. Da passt einfach gar nichts. Das wird sich auch nie ändern.


Und das ist der entscheidende Unterschied zu dem, was viele denken: Diese Menschen „arbeiten“ sich bei mir nicht hoch. Die bleiben, was sie für mich am Anfang sind.


Ja, bei manchen ist mein erster Eindruck ziemlich hartnäckig – der ändert sich dann auch nicht mehr wirklich.


Ich suche keinen engeren Kontakt, ich gebe mir keine Mühe, das zu widerlegen, ich versuche auch nicht krampfhaft, meine Meinung zu ändern. Es passt einfach nicht – und damit ist das Thema für mich erledigt.


Klingt hart? Ist es vielleicht auch.

Aber es ist zumindest konsequent.



Schockverliebt oder "komplett raus"


Kein Mittelmaß – und ehrlich gesagt, ich vermisse es nicht

Was bei mir fast komplett fehlt, ist dieses neutrale Mittelfeld. Dieses „Ja, passt schon irgendwie“. Dieses langsame Warmwerden.


Entweder ich bin sofort drin – oder eben komplett draußen.


Und auch wenn das nicht unbedingt der diplomatischste Ansatz ist, hat es einen Vorteil: Es spart Zeit. Und Nerven. Vor allem meine.


Und ja – ich sag das auch genau so

Was ich vielleicht noch dazu sagen sollte: Ich denke mir das nicht nur – ich spreche es auch aus. Zumindest die eine Kategorie.

Wenn ich dieses „schockverliebt“-Gefühl habe, dann behalte ich das nicht für mich. Dann sag ich das. Direkt. Ungefiltert. So wie ich eben bin. Ich habe es meinem Nachbarn gesagt, ich habe es auch dem Kellner gesagt.


Und überraschenderweise können die meisten Männer richtig gut damit umgehen. Ich würde sagen, in 98% der Fälle freuen sie sich sogar darüber. Ist ja auch irgendwie schön, wenn dir jemand ehrlich sagt: „Du bist mir auf Anhieb sympathisch.“

Das schafft sofort eine andere Basis. Lockerer, offener, echter.


Bei der anderen Kategorie bin ich dann allerdings doch etwas… zurückhaltender.

Wenn ich jemanden als Uninteressant einsortiere, dann muss ich ihm das ja nicht unbedingt auf die Nase binden. Wozu auch? Ich suche ja ohnehin keinen Kontakt. Also erspare ich mir – und ihm – diese Peinlichkeit.


Man kann ja ehrlich sein, ohne unnötig Öl ins Feuer zu gießen.


Typisch ich – und ich steh dazu

Ich habe gelernt, dass nicht jeder so funktioniert. Und das ist auch gut so. Die Welt wäre ziemlich chaotisch, wenn wir alle in Sekunden entscheiden würden, wer uns sympathisch ist und wer nicht.

Aber ich habe auch gelernt, dass ich mich dafür nicht verbiegen muss.

Ich bin direkt. Ich bin schnell in meinen Einschätzungen. Und ja, ich lasse mich dabei auch von Sympathie und Aussehen leiten.


Dafür bin ich ehrlich. Dafür weiß man bei mir sofort, woran man ist. Und dafür entstehen genau diese seltenen, echten Verbindungen – diese „Schockverliebt“-Momente, die einfach passen.

Und wenn nicht?

Dann eben nicht.

Ganz einfach.

 
 
 

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