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Liebe Österreichische Post, ihr könnt es einfach nicht

  • Autorenbild: Jürgen Baumelt
    Jürgen Baumelt
  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Es ist schon fast beeindruckend – diese Konstanz. Wirklich. Egal, ob App, Zustellung oder Kundenservice: Die Österreichische Post schafft es zuverlässig, Erwartungen nicht nur zu verfehlen, sondern regelrecht zu unterbieten.


Fangen wir mit der App an. Diese wirkt, als hätte man sie irgendwann halb fertig ins Netz gestellt und dann beschlossen: „Passt schon.“ Updates? Fehlanzeige. Funktionen? Unzuverlässig. Statusmeldungen? Ein Glücksspiel. Man könnte meinen, es handle sich um ein nostalgisches Relikt aus der Frühzeit der Smartphones – nur leider ohne den Charme.


Doch die App ist nur die Spitze des Eisbergs.


Heute wieder ein Paradebeispiel: Um 08:07 Uhr die Meldung – Zustellversuch nicht möglich. Aha. Interessant. Vor allem deshalb, weil kurz danach die nächste Nachricht eintrudelt: Zustellung zwischen 08:45 Uhr und 11:45 Uhr. Ja was denn jetzt? Hat der Zusteller eine Zeitmaschine oder würfelt ihr eure Statusmeldungen einfach aus? (Übrigens, ich war seit 6:00 Uhr wach und hab daheim gewartet.)


Na gut, denkt man sich, vielleicht klappt es ja doch. Also wartet man. Und wartet. Und schaut zwischendurch in die App – plötzlich steht dort: In Zustellung. Hoffnung keimt auf. Vielleicht passiert ja heute ein kleines Wunder.

Spoiler: Nein.



Liebe Österreichische Post, ihr könnt es einfach nicht


Es wird später, der Tag zieht sich, und irgendwann ist es weit nach 17:00 Uhr. Kein Paket. Kein Klingeln. Kein Zettel. Nichts. Also greift man zum Telefon – ein Klassiker. Die Antwort am anderen Ende: Tut uns leid, aber heute wird nichts mehr zugestellt.

Ach was. Wirklich?


Und genau das ist der Punkt:

Das ist kein Einzelfall. Das ist System. Ein Ablauf, den man mittlerweile fast schon auswendig kennt. Falsche Informationen, nicht eingehaltene Zeitfenster, nicht stattfindende Zustellversuche – und am Ende darf der Kunde schauen, wo er bleibt.


Vom Service ganz zu schweigen. Freundlichkeit an den Schaltern? Eher Glückssache. Engagement? Selten. Man hat oft das Gefühl, man stört eher, als dass man Kunde ist.


Ganz ehrlich: So eine Leistung wäre in einem funktionierenden Wettbewerb längst abgestraft worden. Aber genau da liegt das Problem – euch fehlt schlichtweg eine ernstzunehmende Konkurrenz. Und das merkt man leider in jeder einzelnen Interaktion.


Für mich hat das Konsequenzen. Ich habe mittlerweile bei sämtlichen Bestellungen klargestellt: Wenn der Versand über die Post läuft, bestelle ich nicht. Punkt. Und ich bin mir sicher, ich bin damit nicht allein.


Vielleicht bewegt sich ja erst dann etwas, wenn auch die Unternehmen merken, dass ihre Kunden abspringen.


Bis dahin bleibt nur zu sagen:

Liebe Österreichische Post – ihr könnt es einfach nicht.


 
 
 

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